Ruhruniversität Bochum
Ersatzpflanzungs- und Gehölzentwicklungskonzept
Durch weitreichende Neubaumaßnahmen an der Ruhruniversität Bochum (RUB), mussten alt eingewachsene Baumbestände aufgegeben werden. Entsprechend den Festsetzungen der Baumschutzsatzung der Stadt Bochum, sind diese durch neue Pflanzungen zu ersetzen. Die über 300 neu zu setzenden Bäume, sind im baulichen Zusammenhang des Innenbereiches der Universität zu pflanzen. Über ein Ersatzpflanzungskonzept wurden mögliche Standorte überprüft, dabei war auch auf den Leitungsbestand der Ver- und Entsorger sowie freizuhaltende Sichtachsen eines Observatoriums Rücksicht zu nehmen. Um die langfristige Entwicklung der Bäume sicherzustellen, wird auf Zukunftsbäume, die sich den zukünftigen klimatischen Veränderungen anpassen können zurückgegriffen. Im Bereich der Hochbauten werden die Baumarten mit Rücksicht auf den Bestand gewählt, größere an den Naturraum des Lottentals angrenzende Flächen werden als Rasterpflanzung angelegt. Die Bestandsgründung erfolgt hier überwiegend mit Obstgehölzen, die den häufig im Lottental anzutreffenden Biotopflächen der extensiven Obstgehölzwiesen entsprechen.
Die Ersatzpflanzungen im denkmalgeschützen Bereich der Querforen Ost und West wurden einem eigenen Gehölzentwicklungskonzept unterworfen. Die in den 1970er Jahren durch den Gartenarchitekten Georg Penker entworfenen Anlagen, werden durch dieses Konzept entsprechend der denkmalpflegerischen und zukünftig aber auch klimatischen Belange überarbeitet.


Querforum Ost 1970, Quelle: BLB NRW
Auftraggeber: Bau und Liegenschaftsbetrieb NRW
Aufgabenstellung: Grundleistung Lph 1 - 8 nach HOAI § 39, Erstellung eines Gehölzentwicklungskonzepts

